Haarausfall in den Wechseljahren: Das sind die besten Tipps

Haarausfall in den Wechseljahren: Das sind die besten Tipps

Eine üppige Haarpracht ist für viele der Inbegriff weiblicher Schönheit – doch in den Wechseljahren werden die einst schönen Haare häufig zur Belastung. Denn in den Wechseljahren zählt Haarausfall – neben Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme – zu den häufigsten Symptomen.

Seit ein paar Monaten merke auch ich eine Veränderung meiner Haare, denn sie werden dünner und lichter. Geht euch das auch so? Dann verrate ich euch nützliche Tipps, wie ihr gegen den hormonell bedingten Haarausfall vorgehen könnt.

Warum werden die Haare in den Wechseljahren dünner?

In den Wechseljahren – der sogenannten Menopause – findet eine große hormonelle Umstellung im weiblichen Körper statt. Die Eierstöcke produzieren immer weniger der Fortpflanzungshormone Östrogen und Progesteron. Daraus ergeben sich typische Wechseljahressymptome wie eine dünner werdende Haarmähne. Doch was haben Östrogen und Progesteron eigentlich mit dem Haarwachstum zu tun?

Ganz einfach: Diese beiden Hormone verlängern normalerweise die Wachstumsphase des natürlichen Haarzyklus. Wenn diese nun aber in den Wechseljahren zunehmend abgebaut werden, verkürzt sich die Wachstumsphase und die Haare wachsen langsamer. Deshalb können die ausgefallenen Haare nicht schnell genug ersetzt werden. Das Ergebnis: eine zunehmende Haarausdünnung, die bei vielen von uns Frauen am Selbstbewusstsein kratzt.

Wie zeigt sich Haarausfall in der Menopause?

Der Haarausfall in den Wechseljahren ist zwar ein schleichender Prozess, aber ihr könnt ihn trotzdem gut erkennen. Anders als bei Männern ruft der hormonell bedingte Haarausfall bei uns Frauen nur in Ausnahmefällen eine Glatze hervor. Stattdessen wird die Scheitelpartie immer lichter und die Kopfhaut unter den letzten verbliebenen Haaren beginnt durchzuscheinen.

Doch keine Angst: Wenn ihr die ersten Anzeichen einer dünner werdenden Haarpracht frühzeitig erkennt, gibt es einiges, was ihr gegen einen unliebsamen Haarverlust unternehmen könnt. Ich möchte euch nun an dieser Stelle vier hilfreiche Tipps an die Hand geben, damit ihr euren Haarausfall in der Menopause in den Griff bekommt.

1.      Richtige Haarpflege

Damit ihr euch auch in den Wechseljahren an eurer Mähne erfreuen könnt, müsst ihr eure Haare richtig pflegen. Dazu verwendet ihr am besten ausschließlich hochwertige Pflegeprodukte, die für ein gesundes Haarwachstum sorgen. Achtet beim Kauf eures Haarshampoos darauf, dass diese drei Inhaltsstoffe enthalten sind:

  • Biotin: Das bekannte Haar-Vitamin leistet einen wesentlichen Beitrag zur Haargesundheit. Es schützt vor Haarausfall und verleiht den Haaren neuen Glanz.
  • Koffein: Die stimmungsaufhellende Zutat, die in einer schönen Tasse Kaffee steckt, belebt nicht nur den Geist, sondern auch die Haarmähne. Koffein fördert die Durchblutung der Kopfhaut, sodass die Haarfollikel stimuliert werden. Das Ergebnis: ein kräftigeres Haarwachstum.
  • Keratin: Dieses Protein ist ein wichtiger Bestandteil für die Haare. Es stärkt die Haare und verlängert ihren Lebenszyklus. Außerdem sorgt Keratin für eine glänzendere Mähne.

2.      Gesunder Lebensstil

Unsere Haare verraten so einiges über unsere Gesundheit. So wirken sich etwa belastende oder stressige Lebenssituationen auf unsere Haarpracht aus. Sprödes, glanzloses oder fettiges Haar kann sich abzeichnen. In den Wechseljahren können psychische und körperliche Belastungen sowie ein ungesunder Lebensstil den Haarverlust fördern. Deshalb solltet ihr unbedingt – falls ihr es noch nicht tut – auf eine möglichst gesunde Lebensweise achten.

Gönnt euch regelmäßige Entspannungspausen und ausreichenden Schlaf. Achtet außerdem auf eine ausgewogene Ernährung, die dem Haarausfall gezielt entgegensteuern kann. Einen besonderen Schwerpunkt solltet ihr z. B. auf diese Nährstoffe setzen.

  • Eisen ist der ideale Nährstoff im Kampf gegen hormonell bedingten Haarverlust, weil die Haare gestärkt werden. Eisen ist z. B. in rotem Fleisch sowie in Hülsenfrüchten, wie Erbsen und Linsen, enthalten.
  • Zink ist ebenfalls am Haarwachstum beteiligt und kommt u. a. in Eiern, Milch und Käse vor. Eine Unterversorgung mit Zink kann durchaus zu Haarausfall in den Wechseljahren führen.

3.      Passende Frisur

Vielleicht hattet ihr bis vor kurzem noch langes, wallendes Haar. Doch in den Wechseljahren kann es sein, dass der bisherige Haarschnitt nicht mehr funktioniert. Der Haarverlust macht sich nämlich bei einer langen Mähne deutlicher bemerkbar als bei einem Kurzhaarschnitt. Entscheidet euch also in den Wechseljahren am besten für einen neuen Haarschnitt, der euren jetzt feineren Haaren mehr schmeichelt.

Ich empfehle euch, einen modernen Kurzhaarschnitt zu wählen. Wie wäre es z. B. mit einem stilvollen Pagenschnitt? Dieser verleiht eurem Haar gleich viel mehr Volumen. Auch Lowlights – Strähnchen, die dunkler als die Grundhaarfarbe ausfallen – können helfen, mehr Tiefe in der Mähne zu kreieren.

4.      Bewährte Hausmittel

Verschiedene Hausmittel können ebenfalls im Kampf gegen Haarverlust in den Wechseljahren helfen. Bei regelmäßiger Anwendung sorgen sie für ein verbessertes Haarwachstum. Probiert doch einmal diese beiden altbewährten Hausmittel aus, wenn ihr euch von eurem schütteren Haar verabschieden möchtet:

  • Arganöl fördert die Durchblutung der Kopfhaut und schenkt besonders viel Feuchtigkeit. Um in den Genuss dieser positiven Eigenschaften zu kommen, müsst ihr es nur in Kopfhaut und Haare einmassieren, einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser auswaschen.
  • Apfelessig unterstützt das gesunde Haarwachstum. Für die Anwendung mischt ihr Essig mit Wasser im Verhältnis 1:5 und gebt es auf Kopfhaut und Haare. Lasst es kurz einwirken und spült es danach mit klarem Wasser aus.

Fazit

Haarverlust zählt zu den typischen Symptomen in den Wechseljahren. Viele von uns Frauen leiden unter der immer dünner werdenden Haarpracht. Doch keine Sorge: Mit diesen vier Tipps sagt ihr eurem Haarausfall den Kampf an!

Habt ihr noch weitere Tipps, die bei Haarausfall in den Wechseljahren helfen können?

4 Gedanken zu „Haarausfall in den Wechseljahren: Das sind die besten Tipps

  1. Liebe Christine,
    ich schließe mich deinen Tipps an, denn sie sind richtig gut.
    Leider war es mir noch nie vergönnt, eine üppige Haarpracht zu haben.
    Aber mittlerweile nehme ich sie, wie sie sind.
    Alles Liebe
    Nicole

  2. Liebe Christine, deine wunderbare ist ein absolutes Zeichen dafür, dass du bei deiner Haarpflege alles richtig machst. Ich hatte in meinem Leben eigentlich immer wieder mal Phasen, wo ich vermehrten Haarausfall hatte – eine direkte Ursache konnte dabei nicht festgestellt werden und es hat sich auch glücklicherweise immer wieder von selbst normalisiert.
    Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe Gesa

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