
Avocado-Schokopudding ohne Kochen – vegan, cremig und einfach
Schokoladenpudding aus Avocado? Hört sich erst einmal ziemlich seltsam an, oder? Genau das dachte ich auch, als meine Mutter mir von diesem ungewöhnlichen Dessert erzählte. Sie schwärmte regelrecht davon, wie lecker und cremig der Pudding schmeckt. Ich konnte mir allerdings überhaupt nicht vorstellen, dass aus Avocados ein richtig guter Schokoladenpudding werden sollte.
Aber meine Neugier war geweckt. Also habe ich das Rezept ausprobiert. Und was soll ich sagen? Meine Mutter hatte tatsächlich recht!
Der Avocado-Schokopudding schmeckt wunderbar schokoladig, ist herrlich cremig und kommt ganz ohne Kochen aus. Ihr braucht gerade einmal vier Zutaten und ungefähr zehn Minuten Zeit. Außerdem ist das Rezept vegan und enthält weder Milch noch Sahne.
Ob als schnelles Dessert, süßer Snack zwischendurch oder Alternative zum klassischen Schokoladenpudding: Diese Schokocreme solltet ihr unbedingt einmal ausprobieren.

Warum Avocado im Schokopudding?
Avocados landen bei den meisten wahrscheinlich eher im Salat, auf dem Brot oder in einer Guacamole. Aber in einem Schokoladenpudding?
Tatsächlich eignet sich die Frucht hervorragend für süße Desserts. Das liegt vor allem an ihrer cremigen Konsistenz. Reife Avocados lassen sich sehr fein pürieren und verleihen dem Pudding eine wunderbar weiche Textur.
Dabei übernimmt jede Zutat eine bestimmte Aufgabe:
- Avocado: Sorgt für die cremige Konsistenz und liefert ungesättigte Fettsäuren.
- Banane: Bringt natürliche Süße mit und macht den Pudding noch geschmeidiger.
- Backkakao: Verleiht der Creme ihren intensiven Schokoladengeschmack.
- Agavendicksaft: Rundet die Süße ab und lässt sich nach Geschmack dosieren.
Das Ergebnis erinnert eher an eine cremige Schokomousse als an einen klassischen gekochten Pudding. Deshalb könnt ihr das Dessert auch als Avocado-Schokomousse servieren.
Avocado-Schokopudding selber machen: Rezept mit nur 4 Zutaten
Das Beste an diesem Rezept? Ihr müsst weder einen Topf auf den Herd stellen noch lange warten, bis der Pudding fest wird. Alle Zutaten kommen einfach in den Mixer.
Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Portionen: 3
Kühlzeit: optional 30 Minuten
Ernährungsform: vegan, milchfrei, ohne Ei
Zutaten für 3 Portionen
- 2 recht reife Avocados
- 1 reife Banane
- 2 EL ungesüßter Backkakao
- 1 EL Agavendicksaft
Zum Garnieren (optional):
- Frische Himbeeren oder Heidelbeeren
- Einige Blätter Minze
- Gehackte Nüsse
- Zartbitterschokoladenraspel


Zubereitung Schritt für Schritt
1. Avocados vorbereiten
Halbiert die Avocados und entfernt die Kerne. Löst das Fruchtfleisch mit einem Löffel heraus und schneidet es in kleinere Stücke.
2. Banane schneiden
Schält die Banane und schneidet sie ebenfalls in Stücke. Gebt die Banane zusammen mit den Avocados in einen Mixer.
3. Kakao und Agavendicksaft hinzufügen
Gebt zwei Esslöffel Backkakao und einen Esslöffel Agavendicksaft dazu. Mixt alles so lange, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entsteht.
4. Schokopudding abschmecken
Probiert die Creme. Wenn ihr es besonders schokoladig mögt, könnt ihr noch etwas Kakao hinzufügen. Wer es süßer mag, gibt etwas mehr Agavendicksaft dazu.
Mir persönlich war der Pudding bereits süß genug. Deshalb habe ich ihn nicht weiter gesüßt.
5. Garnieren und genießen
Füllt den Avocado-Schokopudding in kleine Dessertgläser oder Schälchen. Ich habe meinen Pudding mit etwas frischer Minze und ein paar Beeren garniert.
Anschließend durfte er noch eine Weile in den Kühlschrank.
Natürlich könnt ihr ihn auch sofort essen. Ich finde allerdings, dass er gut gekühlt am besten schmeckt.

Schmeckt man die Avocado im Schokopudding heraus?
Das war tatsächlich meine größte Sorge. Schließlich schmeckt eine Avocado nicht gerade nach Schokolade.
Ich war deshalb ziemlich gespannt auf den ersten Löffel. Und tatsächlich hat mich das Ergebnis überrascht. Bei meinem Pudding stand der Schokoladengeschmack eindeutig im Vordergrund.
Die Banane sorgt zusätzlich für eine angenehme Süße. Die Avocado macht die Creme vor allem schön cremig.
Allerdings kommt es auf die Reife der Früchte an. Verwendet möglichst reife Avocados ohne braune oder verdorbene Stellen. Auch die Banane darf ruhig schon einige braune Punkte auf der Schale haben.
Mein Tipp: Wenn euch der Geschmack der Avocado noch zu intensiv ist, könnt ihr etwas mehr Kakao verwenden. Auch eine kleine Prise Vanille passt hervorragend dazu.
Ist Avocado-Schokopudding gesund?
Wer bei Schokoladenpudding an viel Zucker, Milch und Sahne denkt, wird von dieser Variante überrascht sein.
Denn der Avocado-Schokopudding kommt ohne diese Zutaten aus. Stattdessen besteht er hauptsächlich aus Avocado, Banane und ungesüßtem Kakao.
Avocados enthalten einfach ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe. Bananen liefern unter anderem Kalium. Auch Backkakao enthält Ballaststoffe und pflanzliche Inhaltsstoffe.
Trotzdem sollte man nicht vergessen: Gesund bedeutet nicht automatisch kalorienarm.
Avocados enthalten relativ viel Fett und liefern dadurch auch einiges an Energie. Außerdem enthält der Pudding durch die Banane und den Agavendicksaft Zucker.
Insgesamt ist er aber eine interessante Alternative zum klassischen Schokoladenpudding, vor allem wenn ihr auf Milchprodukte verzichten oder eure Desserts gerne selbst aus wenigen Zutaten zubereiten möchtet.
Wie viele Kalorien hat Avocado-Schokopudding?
Die Kalorien hängen vor allem davon ab, wie groß eure Avocados und die Banane sind.
Für das Rezept mit zwei mittelgroßen Avocados, einer Banane, zwei Esslöffeln Kakao und einem Esslöffel Agavendicksaft ergibt sich folgende ungefähre Berechnung:
| Zutat | Kalorien |
|---|---|
| 2 Avocados (ca. 300 g Fruchtfleisch) | 480 kcal |
| 1 Banane (ca. 120 g) | 105 kcal |
| 2 EL Backkakao (ca. 12 g) | 40 kcal |
| 1 EL Agavendicksaft (ca. 20 g) | 60 kcal |
| Gesamt | 685 kcal |
Bei drei Portionen enthält der Avocado-Schokopudding damit ungefähr 230 Kalorien pro Portion.
Die Werte sind Schätzungen. Je nach Avocadosorte, Fruchtgröße und verwendeten Produkten können sie abweichen. Beeren, Nüsse oder Schokoladenraspel als Topping kommen noch hinzu.
Ist Avocado-Schokopudding Low Carb?
Nicht in der ursprünglichen Variante.
Zwar enthalten Avocados vergleichsweise wenige verwertbare Kohlenhydrate, doch die Banane und der Agavendicksaft erhöhen den Kohlenhydratgehalt deutlich.
Deshalb würde ich dieses Rezept nicht als klassischen Low-Carb-Schokopudding bezeichnen.
Ihr könnt allerdings eine kohlenhydratärmere Variante ausprobieren.
Dafür benötigt ihr:
- 2 reife Avocados
- 2 EL ungesüßten Backkakao
- Etwas ungesüßten Mandeldrink
- Erythrit oder ein anderes geeignetes Süßungsmittel nach Geschmack
- Optional etwas Vanille
Püriert die Zutaten zu einer cremigen Masse. Gebt den Mandeldrink nur nach und nach hinzu, damit die Creme nicht zu flüssig wird.
Ohne Banane verändert sich der Geschmack natürlich etwas. Dafür enthält diese Variante deutlich weniger Zucker.
Ist Schokopudding mit Avocado zuckerfrei?
Nein, zumindest nicht nach meinem Originalrezept.
Zwar kommt der Pudding ohne weißen Haushaltszucker aus, aber die Banane enthält von Natur aus Zucker. Auch Agavendicksaft besteht zu einem großen Teil aus Zucker.
Deshalb wäre es irreführend, den Pudding als zuckerfrei zu bezeichnen.
Wenn ihr den Zuckergehalt reduzieren möchtet, könnt ihr zunächst den Agavendicksaft weglassen. Eine sehr reife Banane bringt häufig schon ausreichend Süße mit.
Wer auch auf die Banane verzichten möchte, kann die oben beschriebene kohlenhydratärmere Variante ausprobieren.
Kann man Avocado-Schokopudding beim Abnehmen essen?
Ja, auch während einer Gewichtsabnahme könnt ihr euch ein schokoladiges Dessert gönnen.
Wichtig ist allerdings die Portionsgröße. Denn obwohl Avocados viele wertvolle Nährstoffe enthalten, sind sie durch ihren Fettgehalt relativ kalorienreich.
Ein Vorteil des selbst gemachten Puddings ist, dass ihr genau wisst, welche Zutaten enthalten sind. Außerdem könnt ihr die Süße selbst bestimmen.
Wenn ihr Kalorien sparen möchtet, könnt ihr den Agavendicksaft weglassen und den Pudding in kleinere Gläser füllen.
Ob ein Dessert beim Abnehmen in euren Ernährungsplan passt, hängt letztlich von eurer gesamten Ernährung und Kalorienbilanz ab.
Avocado-Schokomousse ohne Banane: Geht das?
Ja, ihr könnt den Schokopudding auch ohne Banane zubereiten.
Allerdings hat die Banane in diesem Rezept gleich zwei Aufgaben: Sie macht die Creme süßer und sorgt für eine geschmeidige Konsistenz.
Wenn ihr sie weglasst, benötigt ihr möglicherweise etwas mehr Flüssigkeit und ein anderes Süßungsmittel.
Eine Möglichkeit ist ungesüßter Mandeldrink. Gebt zunächst nur einen kleinen Schuss dazu und püriert alles gründlich.
Auch Vanille kann helfen, den Geschmack abzurunden.
Wie lange ist Avocado-Schokopudding haltbar?
Am besten schmeckt der Pudding frisch zubereitet.
Ihr könnt ihn aber auch in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Ich würde ihn möglichst innerhalb von 24 Stunden verzehren.
Da Avocados nach dem Aufschneiden mit Sauerstoff reagieren, kann sich die Farbe mit der Zeit verändern. Das ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass der Pudding verdorben ist.
Wichtig ist, dass ihr den Pudding durchgehend kühl lagert und nicht längere Zeit bei Zimmertemperatur stehen lasst.
Wenn er ungewöhnlich riecht, schmeckt oder Schimmel zeigt, solltet ihr ihn nicht mehr essen.
Häufige Fragen zum Avocado-Schokopudding
Kann ich Avocado-Schokopudding ohne Mixer machen?
Ja. Wenn die Avocados und die Banane sehr reif sind, könnt ihr das Fruchtfleisch auch mit einer Gabel zerdrücken. Anschließend verrührt ihr alle Zutaten gründlich. Mit einem Mixer wird die Creme allerdings feiner und gleichmäßiger.
Welcher Kakao eignet sich am besten?
Verwendet am besten ungesüßten Backkakao. Fertiges Trinkkakaopulver enthält häufig viel zugesetzten Zucker und verändert dadurch die Süße des Rezepts.
Kann ich die Schokomousse am Vortag vorbereiten?
Das ist grundsätzlich möglich. Da Avocados allerdings schnell oxidieren, würde ich die Creme lieber frisch zubereiten. Falls ihr sie vorbereitet, bewahrt sie gut verschlossen im Kühlschrank auf und verzehrt sie möglichst innerhalb von 24 Stunden.
Ist Avocado-Schokopudding für Kinder geeignet?
Grundsätzlich können auch Kinder dieses Dessert essen, sofern sie die Zutaten vertragen. Für kleinere Kinder könnt ihr den Agavendicksaft weglassen und zunächst ausprobieren, ob die Süße der Banane ausreicht.
Kann man Avocado-Schokopudding einfrieren?
Das könnt ihr ausprobieren. Allerdings kann sich die Konsistenz nach dem Auftauen verändern. Eine andere Idee: Füllt die Creme in kleine Eisförmchen und friert sie als schokoladigen Eis-Snack ein.
Meine Tipps für einen besonders cremigen Avocado-Schokopudding
Nach meinem ersten Versuch würde ich euch vor allem diese Tipps mitgeben:
1. Die Avocados müssen reif sein. Sind sie noch zu fest, lässt sich das Fruchtfleisch schlechter pürieren und der Pudding wird möglicherweise nicht so cremig.
2. Lieber erst wenig süßen. Eine sehr reife Banane bringt schon einiges an Süße mit. Gebt deshalb den Agavendicksaft nach und nach dazu.
3. Beim Kakao nicht sparen, wenn ihr dunkle Schokolade liebt. Ein etwas intensiverer Kakaogeschmack passt hervorragend zur Avocado.
4. Frische Beeren als Topping verwenden. Besonders Himbeeren sorgen für einen leckeren Kontrast zur süßen Schokocreme.
5. Den Pudding vor dem Servieren kühlen. Ich finde, dass die Schokomousse direkt aus dem Kühlschrank besonders gut schmeckt.
Mein Fazit: Avocado im Schokopudding ist einen Versuch wert!
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sich aus Avocados, Banane und Kakao ein so leckeres Dessert zaubern lässt.
Ohne den Tipp meiner Mutter wäre ich vermutlich nie auf die Idee gekommen, diese Zutaten miteinander zu kombinieren.
Besonders gut gefällt mir, dass der Avocado-Schokopudding so unkompliziert ist. Kein Kochen, keine lange Zutatenliste und keine komplizierten Arbeitsschritte.
Und das Ergebnis? Eine cremige, schokoladige Nachspeise, die sich wunderbar mit frischen Beeren oder Minze verfeinern lässt.
Habt ihr schon einmal Schokopudding mit Avocado probiert? Oder klingt diese Kombination für euch noch genauso ungewöhnlich wie anfangs für mich? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!
Entdecke mehr von Pretty You
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.